Mein Name ist Christoph Gauss, ich bin 49 Jahre alt und lebe in Wien. Die Besteigung des Mount Everest im Mai und Juni 2018 ist mein bisher größtes Abenteuer. 

Das harte Training, eine (berufliche) Auszeit von 8 Wochen, die finanzielle Belastung, das Zurücklassen von Familie und Freunden sind große Einflussfaktoren.

 

Die Schönheit des Berges, das Zusammenspiel zwischen Mensch und Natur motivieren, jedoch ist da die Anstrengung bis in die letzte Faser, um nicht zu scheitern. Und schlussendlich der harte Kampf mit Körper und Psyche, der für den Gipfelerfolg entscheidend ist.

 

Everest 2018: Mein Erlebnis – genau 65 Jahre nach der Erstbesteigung – authentisch mit den möglichen Mitteln dieser Zeit, als Nicht-professioneller Bergsteiger dargestellt, will ich hier teilen.  

MEIN ZWEITES ZU HAUSE IN DEN BERGEN  

Schon als Kind verbrachten meine Eltern mit uns fünf Kindern jeden Sommerurlaub zum Wandern in den Bergen. Mit 16 Jahren wurde mir das Wandern zu eintönig und ich bewunderte die Kletterer in den steilen Felswänden. Mit einem Kletterkurs wurde der nächste Grundstein gelegt.

 

Die folgenden 15 Jahre versuchte ich meine zweite Leidenschaft Windsurfen mit meiner Kletterbegeisterung zu verbinden. Später fand ich in den Alpen ein zweites Zuhause. Das Gesäuse, der Dachstein und das Kaisergebirge brachten mich zum Skitouren gehen und dem kombinierten Bergsteigen. Die Abfahrt mit Skiern im Pulverschnee war einfach faszinierender als der stundenlange Abstieg zu Fuß.

 

Besteigungen mit Ski in den Stubaier, Ötztaler und Zillertaler Alpen, auf den Großglockner, den Mont Blanc und 2012 der Elbrus, Europas höchsten Berg, führten mich zu meinem großen Lebensziel: die Besteigung der Seven Summits.

 

Es folgten wunderschöne Touren zu den Gipfeln der höchsten Berge von Afrika und Südamerika: Der Kilimandscharo 2014 und der Aconcagua im Jahr 2016.

 

 

DER WEG ZUM MOUNT EVEREST  

Um mich mental und physisch auf eine Everest-Expedition vorzubereiten, emfpiehlt mir ein Freund einen anspruchsvollen Berg in Nepal zu versuchen. Meine Wahl fiel auf die anspruchsvolle 6814m hohe Ama Dablam in Nepal - auch das Matterhorn des Himalaya genannt.

 

Während eines 12-monatigen Vorbereitungsprogrammes erlebte ich sicher die schönsten Bergerlebnisse meines Lebens. Extreme Touren im Winter und Sommer am Matterhorn oder Piz Palü oder den Großglockner innerhalb von 24 Stunden gleich zweimal zu besteigen. Winterliche Nachtklettereien mit Biwakieren und zahlreiche Bergläufe in den Wiener Hausbergen schafften die Kondition für meine erste große Expedition 2015.

 

Die Ama Dablam war ein vielseitiges Erlebnis: Das wunderschöne Himalaya Gebirge, die Menschen und deren Kultur, das tagelange Trekking zum Basislager. Die Höhen und Tiefen während der Akklimatisierungsphase, die Expeditionsmitglieder, die ganz tolle Freunde geworden sind, und dann das Erreichen des Gipfels bei Windstille und wolkenlosem Himmel.

Als Krönung, der Blick vom Gipfel auf den 15 km entfernten Mount Everest.

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